Forschung
Forschungsprojekte
Optimierung der Nachhaltigkeit von Bauwerken durch die Integration von Nachhaltigkeitsanforderungen in die digitale Methode Building Information Modeling

Forschungsprojekte des ICoM

Optimierung der Nachhaltigkeit von Bauwerken durch die Integration von Nachhaltigkeitsanforderungen in die digitale Methode Building Information Modeling

Leitung:  Institut für Baumanagement und Digitales Bauen
E-Mail:  info@icom.uni-hannover.de
Jahr:  2017
Förderung:  Bundesministerium für Bau-, Stadt- und Raumforschung
Laufzeit:  01.07.2017 - 01.07.2019

Eine Zertifizierung der Nachhaltigkeit ist derzeit mit großem manuellem Arbeitsaufwand verbunden. In Abhängigkeit der Zertifizierungsinstitution sind die Bewertungssysteme in verschiedene Themenfelder der Nachhaltigkeit untergliedert. Zu einem festgelegten Berichtszeitpunkt wird der Erfüllungsgrad der Themenfelder gewertet und ein Gesamtergebnis durch Wichtung der Einzeleinflüsse ermittelt.

Die zur Dokumentation und Erstellung der Nachweisunterlagen erforderlichen Informationen sind aus einer Vielzahl von Datenquellen und Planungsunterlagen herauszuarbeiten, wobei die Informationslage sich häufig als nicht konsistent herausstellt. Eine Anpassung der Daten aufgrund von Planungsänderungen oder Konkretisierung von Annahmen ist ebenfalls mit hohem Aufwand verbunden. BIM bietet grundsätzlich die Möglichkeit, Nachhaltigkeitsaspekte als Objektcontent im digitalen Bauwerksmodell abzubilden. Die Bereitstellung abrufbarer Objektinformationen in einem konsistenten Daten- und Informationsmodell vereinfacht die Bewertung der Nachhaltigkeit deutlich. Voraussetzung ist eine entsprechende Attribuierung der Modellobjekte, welche die zur Nachhaltigkeitszertifizierung erforderlichen Parameter abbildet. Der erforderliche Informationsgehalt in den Modellobjekten variiert in den unterschiedlichen Phasen der Planung, weswegen Beschreibungen zu den Anforderungen des erforderlichen Inhaltes und Vorgaben zur Abbildung entwickelt werden müssen. Dadurch kann bereits in den frühen Phasen der Planung auf die Nachhaltigkeit des späteren Bauwerkes gezielt Einfluss genommen werden. Ziel des Forschungsvorhabens ist es durch die Anwendung digitaler Methoden eine Optimierung der Nachhaltigkeit zu erzielen. Dabei wird insbesondere die Arbeitsweise und der Umgang mit digitalen Bauwerksmodellen zur Bewertung der Nachhaltigkeit von Gebäuden im Bereich der Planung adressiert.

Durch ein strukturiertes und standardisiertes Datenmanagement sowie eine optimierte Informationslogistik auf Basis eines BIM-Modells sind hohe Potentiale und Effizienzsteigerungen bei der Nachhaltigkeit an sich sowie bei der Bewertung bzw. Zertifizierung der Nachhaltigkeit von Gebäuden zu erwarten.

 Projektpartner

  • Leibniz Universität Hannover, Institut für Baumanagement und Digitales Bauen (ICoM)
  • sol·id·ar planungswerkstatt Berlin
  • albert.ing GmbH
  • htm.a Hartmann Architektur GmbH
  • ft+ architekten Partnerschaftsgesellschaft
  • DGNB e.V.
  • BBSR